Mel Canady & friends
19:30 Uhr
Begleitprogramm zur Ausstellung "Learning and Leisure in „Little America“ | Orte amerikanischer Bildung und Freizeit in Giesing und Harlaching, 1945–1992"
Ein Abend voller Soul, Jazz & Münchner Musikgeschichte
Mel Canady zeigt, warum seine Stimme seit Jahrzehnten zum Münchner Musikleben gehört – und warum sein Publikum ihm für seine Wärme, Präsenz und Musikalität treu bleibt. Ein Konzert, das zugleich eine kleine Hommage an die Münchner Musikgeschichte ist – und an all jene Orte, an denen Musiker*innen wie Mel und seine Friends ihre künstlerische Heimat gefunden haben.
Mel Canady, geboren in Alabama, entdeckte früh sein außergewöhnliches musikalisches Talent. Im Ursprungsland von Blues, Gospel und Soul sang er zunächst in Kirchenchören und Schulaufführungen, bevor er ein Vollstipendium an der Alabama A&M University erhielt. Dort begegnete er Fred Wesley, der später zur Horn‑Sektion von James Brown gehörte – ein prägendes Erlebnis für den jungen Musiker.
Nach vier Semestern führte ihn sein Weg nach New York an das Nassau Community College auf Long Island. Dort öffnete sich ihm die ganze Bandbreite der amerikanischen Musik. Konzerte von Chick Corea, Hank Mobley, Thad Jones und James Brown gehörten zum Alltag. Seit vielen Jahren lebt Mel in Europa – und in seinem, wie er sagt, „geliebten Bayern“.
Mit der Gründung der legendären Band „Ruby and the Mudflaps“ wurde er in München schnell zu einem der markantesten Stimmen des Soul und Jazz. Es folgten zahlreiche TV‑ und Theaterproduktionen, darunter Auftritte an der Iberl Bühne, im Theater Rechts der Isar, am St. Pauli Theater und am Theater am Kurfürstendamm. Heute steht Mel als Sänger und Keyboarder mit seiner Band Chessboard auf der Bühne und gibt sein Wissen als Lehrer für Soul, Jazz und Gospel weiter.
Die musikalische Haltung dieser Ära – Offenheit, Spielfreude, Neugier – prägt auch den Sound von Mel Canady & Friends. Am Abend begleiten ihn hochkarätige Musiker:
- Steve Cobey – drums
- Matthias Preisinger – keyboards
- Ferdinand Kirner – guitars
- Jair-Rohm Parker Wells – bass
Alle vier sind tief mit der Münchner Musiklandschaft verbunden, die über Jahrzehnte wesentlich vom legendären Jazzclub Domicile geprägt wurde – DEM internationalen Jazz-Hotspot Münchens zwischen 1965 und 1981. Das Domicile war ein Club, „der internationales Ansehen genoss“ und Stars wie Benny Bailey, Don Menza, Klaus Doldinger, Friedrich Gulda oder die Thad‑Jones/Mel‑Lewis‑Band auf die Bühne holte. Viele Münchner Musiker*innen – auch solche, mit denen Mel, Kirner, Cobey oder Parker Wells über die Jahre zusammenarbeiteten – schöpften ihre Inspiration aus dieser Szene. Das Domicile war ein Ort, an dem Jazz nicht nur gespielt, sondern gelebt wurde: ein Raum für spontane Sessions, mutige Klangexperimente und Nächte, die Musikgeschichte schrieben.
Begleitprogramm im Kulturzentrum Giesinger Bahnhof
Ein Teil des Begleitprogramms ist kostenfrei, ein Teil kostenpflichtig. Auch bei den kostenfreien Veranstaltungen bitten wir zur Planbarkeit um eine Anmeldung.
- Sonntag 03. Mai 2026 | 11.00 Uhr
Opening | Learning and Leisure in „Little America“ | Eröffnung | Orte amerikanischer Bildung und Freizeit in Giesing und Harlaching | 1945-1992
mit Elvira Auer & Dr. Karin Pohl | Musik Christoph Bohning
Eintritt frei | Spenden erwünscht | Ticket reservieren kostenfrei - Mittwoch 06. Mai 2026 | 19.30 Uhr
Mel Canady & Friends | Konzert
Tickets - Sonntag 10. Mai 2026 | 11.00 Uhr
Servus! 75 years of munich campus memories
Buchvorstellung Dr. Circe Woessner & Dr. Karin Pohl
Eintritt frei | Spenden erwünscht | Ticket reservieren kostenfrei - Sonntag 17. Mai 2026 | 18.00 Uhr
Basketball is Jazz! | The Ernest Butler story
Eintritt frei | Spenden erwünscht | Ticket reservieren kostenfrei
Anmeldung
Tickets sind unter dem folgenden Link erhältlich:Eintritt
Frei / Spenden erwünschtBarrierefreiheit
Die Räumlichkeiten der Veranstaltung sind nicht barrierefrei zugänglich
Mit Unterstützung / In Kooperation




