Im Münchner Stadtteil Giesing lag das ehemalige Außenlager Agfa- Kamerawerk des KZ Dachau. Dort waren ab 1944 etwa 550 weibliche Häftlinge in einer kriegsbeschädigten Bauruine in der heutigen Weißenseestraße 7-15 interniert. Vor diesem Hintergrund hat Alexander Steig 2017 das Projekt KAMERA, eine Erinnerungsskulptur im öffentlichen Raum in München-Giesing, entwickelt und realisiert. Begleitend dazu fand im Kulturzentrum Giesinger Bahnhof eine vierteilige Veranstaltungsreihe statt. Nun liegt dieses Projekt in Buchform vor.

Im Rahmen der „Woche der Vielen“ soll in der Diskussion, ausgehend von der damaligen Intervention und deren aktueller Dokumentation in Buchform, der Versuch unternommen werden, die verschiedenen Möglichkeiten und die Relevanz des Erinnerns, in diesem Fall an die Opfer des Nationalsozialismus, auszuloten.

Gäste: Barbara Hutzelmann M.A. (Historikerin, Stadtarchiv München) Dr. Paul-Moritz Rabe (Historiker, NS Dokumentationszentrum, München) René Landspersky (Konzeptkünstler, Ausstellungsmacher, München) Alexander Steig (Künstler, Kulturwissenschaftler, Kurator, München) Moderation: Silvia Bauer (Kulturwissenschaftlerin, München)