Hoffnung: Tagebuch eines Wahnsinnigen von Nikolai Gogol in der Fassung von Werner Buhss 

Glaube – Liebe – Hoffnung 

Künstlerbild

Foto © Martin Weidner

Aksenti Iwanow Propristschin ist Mitarbeiter in einem Ministerium. Er ist der, den alle übersehen, einer der sich krumm macht und wund läuft, ohne dass es jemanden schert. Jeden Tag vor akkuratem Arbeitsantritt liest er die sonderbaren Sprüche, die ihm sein Abrisskalender in der Mietwohnung anzeigt. Neue Spuren tun sich auf. Sein Selbsthass beginnt sich zu relativieren. Er bemerkt Blicke der Tochter des Regierungsbeamten, er vernimmt Stimmen, die aus Hundemäulern kommen und ihm Perspektiven verheißen. Er schält sich wie eine Made aus seinem Kokon und beginnt zu flattern; in die lichte Welt, in den Ruhm, hinein in die vermauerten Wände einer Anstalt. Erst hier, im Grauen der geschlossenen Psychiatrie, wird er ausleben, was er insgeheim immer war: der König von Spanien. Die einsamen, schmerzhaft komischen Bekenntnisse dieser Beamtenseele sind seit Gogol von bleibender satirischer Schärfe. 

 

Thomas Schwalbe, Schauspieler

Dominik Weinmann, Video

Eingerichtet von René Rothe

 

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